Termine

29. September 2017 – Mit Theater die Welt verändern: Methoden aus dem „Transition Theater“ für einen konsumkritische Bildungsarbeit

 

Konsum scheint ein fester Bestandteil unserer Identität, Kultur und Freizeit zu sein. Werbung und Medien verkaufen das passende Lebensgefühl mit ihren jeweiligen Produkten. Die Folge unserer Konsumgesellschaft ist eine Massenproduktion, die massiven Preisdruck auf Produzent*innen, steigenden Ressourcenverbrauch und die Verschmutzung von Luft, Boden und Wasser hervorruft. Die Forderung nach einem grundlegenden gesellschaftlichen Wandel wird daher immer lauter. Damit entstehen neue Aufgaben und Fragen an die Bildungsarbeit: Wie gelingt es uns, Menschen zu gewinnen und zu bestärken, sich selbst und die Gesellschaft, in der wir leben, zu verändern? Welche Zugänge braucht es dafür, jenseits kognitiver Wissensvermittlung? Und wie können wir wirksame Bildungsarbeit zwischen grundlegender Konsumkritik und den Konzepten des nachhaltigen Konsums gestalten?
In einer eintägigen Fortbildung mit Dominik Werner möchten wir einen Einblick in Ansätze, Methoden und Anwendungsmöglichkeiten der partizipativen Theaterpädagogik, des „Transition Theaters”, gewinnen. Diese basiert auf dem „Theater der Unterdrückten” nach Augusto Boal sowie dem „Theater zum Leben” von David Diamond und bietet vielfältige  Methoden und Übungen, die über körperliche und emotionale Zugänge Reflexion und Dialog über unsere inneren Bilder, Denk- und Handlungsmuster ermöglichen.
Die Teilnehmenden erhalten im Workshop Einblicke in verschiedene Methoden der Theaterpädagogik und bekommen Anregungen für die eigene Bildungsarbeit an die Hand. Im Fokus wird die Theatermethode „Konzerne in unseren Köpfen“ stehen, die sich mit den verinnerlichten Botschaften aus Werbung und Marketing auseinandersetzt.
Zum Referenten: Dominik Werner hat Erziehungswissenschaft und Friedens- und Konfliktforschung studiert. Seit 2011 ist er als freiberuflicher Theaterpädagoge tätig. Das Transition Theater hat er 2013 gestartet.

Freitag, 29. September 2017, 10 – 18 Uhr
Saal W3, Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg

Veranstalter: Hamburg mal fair  Anmeldungen bitte bis zum 22.9.2017 per E-Mail an nun-zertifizierung@save-our-future.de.   In Kooperation mit der Save Our Future – Umweltstiftung und engagement global.

27.-31. Oktober 2017 – Theaterwerkstatt zum Guten Leben in Zeiten der vielen Krisen
ANGST –  WACHSTUM – TRANSFORMATION

Angst – Wachstum – Transformation

Wir leben in einer Gesellschaft der Angst. Die Ausrichtung der globalen Wirtschaft auf Wachstum und Beschleunigung überfordert Mensch und Natur: Wir haben Angst vor dem ökologischen Kollaps und den damit verbundenen sozialen Krisen. Wir haben Angst vor dem weiteren Abgleiten in lebensverachtende Gesellschaftsformen. Wir haben Angst um unsere Sicherheit und Wohlstand. Wir haben Angst abgehängt zu werden.

Die Ausweitung von Konkurrenz und Wettbewerb teilt uns in fast allen Lebensbereiche auf in vermeintliche Sieger_innen und Verlierer_innen: Wir haben auch Angst vor anderen Menschen. Neben den Dynamiken der Wachstumsgesellschaft und der damit einhergehenden Zerstörung des Lebens, erzeugt auch die sozial-ökologische Transformation Ängste. Wie garantieren wir ein gutes Leben für alle auf einer deutlich niedrigen materiellen Basis? Was bedeutet das für unseren Alltag?

In dieser Theaterwerkstatt möchten wir diesen und anderen Ängsten nachspüren, ihnen Raum geben und uns gegenseitig für die Transformation stärken. Wir fragen uns: Wo kommen unsere Ängste genau her? Was machen sie mit uns? Was bedeuten sie für unseren Umgang mit anderen Menschen und der Natur? Wie stehen sie in Bezug zu anderen Gefühlen wie Wut, Leere und Trauer? Und inwiefern blockieren oder unterstützen sie unsere Wünsche nach einer sozial-ökologischen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft? Inwiefern hindern sie uns daran, Lebensstile zu realisieren, die andere Menschen und die Natur möglichst wenig ausbeuten?

Unsere Suchbewegungen sind eingebettet in die Degrowth-Debatte und damit auch in Debatten über globale Gerechtigkeit. Insbesondere wollen wir aus Degrowth-Perspektive kulturelle und sozial-psychologische Perspektiven einfließen lassen. Wir werden Konzepte diskutieren, die uns für angstfreiere Beziehungen zur Welt inspirieren können, wie z.B. das Resonanzkonzept von Hartmut Rosa.

Spielerische und praktische Zugänge aus dem Kontext des Theater der Unterdrückten, des Theater zum Leben und der tiefenökologischen „Arbeit, die „wieder verbindet“ werden uns helfen, Antworten zu entdecken und uns gegenseitig für die große Transformation zu ermutigen.

Die Theaterwerkstatt findet in Kooperation mit dem Konzeptwerk Neue Ökonomie e.Vstatt.

Facts:
27.-31.10.2017; Tagungshaus Oberlinspher Mühle, 59969 Bromskirchen – Bemerkung: Der Seminarzeitraum umfasst den bundesweiten Reformationsfeiertag; Der 01.11. ist Allerheiligen.
Steht allen interessierten Menschen zwischen ca. 20 – 80+ Jahren offen. Plätze: max. 16
TN-Beitrag: nach Selbsteinschätzung: 100-180 Euro
Anmeldung: bis 13.10. per Mail an seminare@knoe.org

Weitere Infos unter www.konzeptwerk-neue-oekonomie.org/seminare

 

 24.-26. November 2017 – Interaktiver Theaterabend an der Tagung “Anders wirtschaften. Alternativen im Vergleich.”

 

Die evangelische Akademie Tutzing veranstaltet in Kooperation mit dem Konzeptwerk Neue Ökonomie und commit eine Tagung zu alternativen Wirtschaftsansätzen. Am Samstag Abend wird es einen dazu passenden interaktiven Theaterabend mit Dominik Werner vom Transition Theater geben. Mit dabei sind viele bekannte Freund*innen und Kolleg*innen aus dem Transition- und Postwachstum / degrowth Kontext. Alle weiteren Infos zu der Tagung sind hier zu finden…