Termine

Fr 16. – So 18.Juni 2017 Wochenend-Workshop im Frauenbildungs- und Tagungshaus in Zülpich

Konfliktsituationen kreativ begegnen. Ein Workshop von Sofia und Anouk für Frauen zu und mit den Methoden des Theaters der Unterdrückten.

Der Workshop verfolgt das Ziel, auf kreativ-interaktive Weise konkrete Situationen von geschlechtsspezifischer Diskriminierung und gesellschaftlichen Ungleichheitsverhältnissen zu thematisieren und Handlungsspielräume zu eröffnen.

Zu weiteren Infos und zur Anmeldung gelangt ihr hier.

 

17.Juni 2017 Forumtheater Zeitwohlstand “Hast du Zeit?” in München

Samstag: 19 – 21Uhr  – Halle 6 Dachauerstr. 112 d (Kreativquartier), 80636 München – Eintritt frei

Zeit ist relativ. Zeit ist Geld. Zeit ist ein Geheimnis. Lebens-, Familien-, Frei-, Teil-, Arbeitszeit. Zeitempfinden. Was ist Zeitarmut und wie kann es mehr Zeitwohlstand geben? Was ist Zeitpolitik?

Unser persönliches und gesellschaftliches Verständnis von Zeit prägt unser Zusammenleben. Zeit zu haben, bedeutet Teilhabe, Wohlstand und Unabhängigkeit, doch häufig herrscht Zeitnotstand. Selbstoptimierung, Digitalisierung und Flexibilisierung führen zu Zeitknappheit und Beschleunigung. Welche Bedeutung hat Zeit in Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit, Selbstbestimmung und Teilhabe? Welche Rolle spielt sie für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft?

Was geschieht wenn sich eine Gruppe junger Erwachsener diesen Themen und Fragen stellt? Welche Herausforderungen erleben sie in der ihrer Welt rund um das Thema Zeit? Der aktuelle Jahrgang des project peace, einem Friedensbildungsprogramm für junge Erwachsene, wird gemeinsam mit Dominik Werner vom Transition Theater einen Forumtheaterabend zum Thema Zeitwohlstand entwickeln und in München auf die Bühne bringen.

Beim Forumtheater wird ein vorbereitetes Theaterstück gezeigt, das die Geschichte von Charakteren erzählt, die Konflikte und Widersprüche zu den genannten Themen erleben. Die Geschichte spitzt sich immer weiter zu und endet in einer Krise. Das Theaterstück zeigt keine Lösungen, gibt keine Antworten, sondern stellt dem Publikum die Frage welche Veränderungsmöglichkeiten sie sehen und sich wünschen. In einem zweiten Durchlauf können nun Menschen aus dem Publikum “Stop!” rufen, einzelne Charakatere übernehmen und so Ideen und Strategien für die Veränderung dieser Geschichte auf der Bühne ausprobieren. So entsteht an diesem Theaterabend ein interaktiver, kreativer Dialog zu den präsentierten Konflikten und Widersprüchen.

Der Forumtheaterabend findet im Rahmen der Projektlinie “Gute Gesellschaft braucht Zeit” statt – mehr dazu in Kürze unter www.bayernforum.de.

http://www.bayernforum.de/veranstaltungen/detail/hast+du+zeit%3F/seminar/644.html

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27.-31. Oktober 2017 Theaterwerkstatt zum Guten Leben in Zeiten der vielen Krisen
ANGST –  WACHSTUM – TRANSFORMATION

Angst – Wachstum – Transformation

Wir leben in einer Gesellschaft der Angst. Die Ausrichtung der globalen Wirtschaft auf Wachstum und Beschleunigung überfordert Mensch und Natur: Wir haben Angst vor dem ökologischen Kollaps und den damit verbundenen sozialen Krisen. Wir haben Angst vor dem weiteren Abgleiten in lebensverachtende Gesellschaftsformen. Wir haben Angst um unsere Sicherheit und Wohlstand. Wir haben Angst abgehängt zu werden.

Die Ausweitung von Konkurrenz und Wettbewerb teilt uns in fast allen Lebensbereiche auf in vermeintliche Sieger_innen und Verlierer_innen: Wir haben auch Angst vor anderen Menschen. Neben den Dynamiken der Wachstumsgesellschaft und der damit einhergehenden Zerstörung des Lebens, erzeugt auch die sozial-ökologische Transformation Ängste. Wie garantieren wir ein gutes Leben für alle auf einer deutlich niedrigen materiellen Basis? Was bedeutet das für unseren Alltag?

In dieser Theaterwerkstatt möchten wir diesen und anderen Ängsten nachspüren, ihnen Raum geben und uns gegenseitig für die Transformation stärken. Wir fragen uns: Wo kommen unsere Ängste genau her? Was machen sie mit uns? Was bedeuten sie für unseren Umgang mit anderen Menschen und der Natur? Wie stehen sie in Bezug zu anderen Gefühlen wie Wut, Leere und Trauer? Und inwiefern blockieren oder unterstützen sie unsere Wünsche nach einer sozial-ökologischen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft? Inwiefern hindern sie uns daran, Lebensstile zu realisieren, die andere Menschen und die Natur möglichst wenig ausbeuten?

Unsere Suchbewegungen sind eingebettet in die Degrowth-Debatte und damit auch in Debatten über globale Gerechtigkeit. Insbesondere wollen wir aus Degrowth-Perspektive kulturelle und sozial-psychologische Perspektiven einfließen lassen. Wir werden Konzepte diskutieren, die uns für angstfreiere Beziehungen zur Welt inspirieren können, wie z.B. das Resonanzkonzept von Hartmut Rosa.

Spielerische und praktische Zugänge aus dem Kontext des Theater der Unterdrückten, des Theater zum Leben und der tiefenökologischen „Arbeit, die „wieder verbindet“ werden uns helfen, Antworten zu entdecken und uns gegenseitig für die große Transformation zu ermutigen.

Die Theaterwerkstatt findet in Kooperation mit dem Konzeptwerk Neue Ökonomie e.V. statt.

Facts:
27.-31.10.2017; Tagungshaus Oberlinspher Mühle, 59969 Bromskirchen – Bemerkung: Der Seminarzeitraum umfasst den bundesweiten Reformationsfeiertag; Der 01.11. ist Allerheiligen.
Steht allen interessierten Menschen zwischen ca. 20 – 80+ Jahren offen. Plätze: max. 16
TN-Beitrag: nach Selbsteinschätzung: 100-180 Euro
Anmeldung: bis 13.10. per Mail an seminare@knoe.org

Weitere Infos unter www.konzeptwerk-neue-oekonomie.org/seminare